EFAC 2005 Tahkuranna / Estland
Europäische Feldbogenmeisterschaften 2005 in Estland
Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zwischen 20 und 25° C fanden vom 01. – 05. August die Europäischen Feldbogenmeisterschaften (European Field Archery championships EFAC) in Estland statt.
Die AAE war mit 24 Schützen angetreten und hat 6 Medaillen gewonnen.
Mit 2647 Ringen gewann Frauke Strohmeier/Germany den Europameistertitel in der Klasse AFFU mit 54 Ringen Vorsprung zur Vizemeisterin und damit die Goldmedaille.
Gleichfalls die Goldmedaille gewann Reid Jason/Schottland in der AML – Klasse mit 1805 Ringen. Er hatte damit fast 200 Ringe Vorsprung zum Vizemeister seiner Klasse.
Zweite Plätze und damit Silber erhielten Ilija Kastelani/Germany in der VMFL Recurve Klasse und Peter Gaber/Germany in der VMFL Compound Klasse.
Bronzemedaillen gewannen Michael Lehmann/Germany AMB_Recurve und Barbara Campbell/Scotland AFL.
Allen sei an dieser Stelle herzlich gratuliert!
Der Estnische Feldbogenverband hat ein unglaublich gut organisiertes Turnier ausgerichtet, von dem alle Teilnehmer beeindruckt waren und sicherlich noch lange schwärmen werden. Der noch sehr junge Feldbogenverband hat sich selbst folgendes Ziel gesetzt:
EFAC2005 will not only be for shooting high scores - after all, it’s a holiday for most archers. Therefore we have set a goal to make the EFAC2005 a real archery festival with various sporting and amusement side events, which are going to culminate at the banquet in the Theatre of Pärnu.
Und dieses Ziel zu erreichen ist Ihnen gelungen!
Schon die Auswahl der Turnierortes war vortrefflich! Die Wahl ist auf Jõulumäe Health Centre gefallen, das in süd-west Estland in Tahkuranna liegt. Die nächst gelegene Stadt ist Pärnu und war ca. 20 km vom Tunierort entfernt. Diese Stadt wird von den Estoniern die Sommerhauptstadt genannt und wird gern als Ferienort genutzt. Es gibt dort alles, was das Herz begehrt.
Die gute Organisation hat angefangen mit den Informationen auf der sehr früh eingerichteten Homepage, auf der man alle Informationen in übersichtlicher Form finden konnte, um sich anzumelden und Quartiere zu buchen. Fortgesetzt hat sich das durch die freundliche Betreuung aller Bogenschützen vor Ort. Jeder Frage oder Anregung wurde nachgegangen und alle angesprochenen Personen waren immer freundlich und zuvorkommend und das trotz der großen Belastung, der die Organisatoren ausgesetzt gewesen sind. Schließlich waren 253 Bogenschützen angetreten um drei Parcours aufzubauen.
Die drei Parcours mit je 28 Scheiben waren in einem leicht hügeligen lichtdurchfluteten Waldgelände aufgestellt worden und die Wege durch farbliche Markierungen der Informationstafeln und Wegmarkierungen leicht zu finden. Das Gelände bot die Möglichkeit die Wege relativ kurz zu halten, so dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Weglängen und Schießzeiten gegeben war.
Jeden Morgen wurden die Schützengruppen auf den Parcours begleitet. So konnte lang Sucherei in unbekanntem Gelände vermieden und ein pünktlicher Startzeitpunkt festgelegt werden.
Diverse Verpflegungsstationen waren von allen Parcours gut zu erreichen. Dort wurden Wasser und gesponserter Joghurt kostenlos angeboten und diverse andere Leckereichen waren zu kaufen.
Täglich nach Turnierende war für frisch zubereitete leckere Verpflegung zu günstigen Preisen gesorgt. Und Abends gab es verschiedene Musikangebote im eigens für das Turnier aufgebauten Großzelt.
Eine richtig gute Idee war es, die Siegerehrung der B und C-Klassen und die Mannschaftsehrungen am letzten Turniertag im Großzelt durchzuführen, bei einer unglaublich tollen Stimmung.
Einen Tag später folgte dann die Siegerehrung der Europameister wie angekündigt im Stadttheater der Stadt Pärnu.
Diese Siegerehrung wurde so eindrucksvoll zelebriert, wie es wahrscheinlich noch kein Feldbogenschütze zuvor erlebt hat.
Die Champions der jeweiligen Schützenklassen stellten sich auf einer Drehbühne auf und wurden quasi als Bühnenbild zum Publikum gedreht. Ein toller Eindruck sowohl für die geehrten Schützen als auch für das Publikum!
Nach der Preisverleihung folgte ein liebevoll zubereitetes Dinner mit verschiedenen Köstlichkeiten und anschließend wurde mit Lifemusik zum Tanz geladen. Auch hier fehlte es nicht an Darbietungen einer geladenen Tanzgruppe, die sich sehen lassen konnten, bis gegen 24:00 Uhr ein Feuerwerk einen gelungen gestalteten Abend beendete.
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